Sensible Phase der Bewegung
Kinder sind während einzelner Zeitfenster ihrer Entwicklung besonders aufgeschlossen gegenüber neuen Inhalten und Gegenständen. In dieser Zeit lernen sie rasch. Sie verstehen Zusammenhänge schnell und können sich einzelne Lerninhalte problemlos einprägen. In der Pädagogik von Maria Montessori werden diese Zeitfenster als sensible Phasen beschrieben. Kinder zeigen während der sensiblen Phasen ein besonders stark ausgeprägtes Interesse gegenüber einzelnen Inhalten. Hat der eigene Nachwuchs einen besonders ausgeprägten Bewegungsdrang symbolisiert dies eine weitere sensible Phase. Während dieser Phase lernt ein Kind die eigenen Bewegungen zu koordinieren und die Möglichkeiten des Körpers richtig einzusetzen.
Der Drang die gewollte Steuerung einzelner Bewegungen zu erlernen, ist eines der wichtigsten Merkmale der sensiblen Phase. Eltern können den ausgeprägten Bewegungsdrang eines Kindes nicht nur im Freien, sondern auch zuhause beobachten. So versuchen Jungen und Mädchen durch Aktivitäten neue Dinge zu erlernen. Aktiv gehen sie mit verschiedenen Arbeiten um. Während dieser sensiblen Phase bietet sich der Einsatz des Montessori Sinnesmaterials an. Zahlreiche Materialien motivieren Kinder zur Bewegung und reagieren somit auf den Wunsch, die eigene Koordination zu erlernen. Für die sich anschließende Entwicklung ist diese Phase von enormer Bedeutung und sollte aus diesem Grund intensiv von Eltern und Pädagogen genutzt werden. Durch den Umgang mit dem Sinnesmaterial lernen Jungen und Mädchen zudem die stetige Bewegung.